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Totenvogel Goldfasan


Hans Schiefele

Info
Roman

Beschreibung
"Totenvogel" nenen sie den
Dorfschullehrer Paul Neher, der Frauen und Mtter im Ort die
Meldung ber die im Feld gefallenen Soldaten berbringen mu.
Zum Heldentodboten hat ihn die Partei gemacht. Dort ist er
Hoheitstrger, einer von denen, die wegen der goldenen
Kragenspiegel an ihren Uniformen "Goldfasane" heien.
Jetzt ist der Glanz dahin. Auf seinen Botengngen erinnert sich
Neher an jugendliche Kriegsbegeisterung, an Liebe, Aufbruch und
Umtrieb im Dorf, Stationen seines Lebens, ehe er in die Strudel
gert, in denen das tausendjhrige Reich untergeht... Mit
verhaltener Trauer und grimmigem Humor hat Hans Schiefele den
Roman vom Lieben und Leiden, Leben und Sterben eines Mitlufers
aus der vorderen Reihe geschrieben. Das Buch ist zugleich eine
Chronik der frchterlichen Lcherlichkeit einer Epoche, in der
bedenkenlose Pflichterfllung im Entsetzen ohnegleichen endet.

Kritik : "... Das Gewissen versagt. Es ist ein Orakel, in dem der
Gott, dessen Mundstck es war, nicht mehr wohnt. So ist es zu
einer bestechenden Instanz geworden ... An die Stelle des gttlichen Richters tritt Konrad, der Sohn ... In dieser
Vertauschung der metaphysischen Vater-Autoritt mit dem
leiblichen Sohn liegt die ebenso unaufdringliche wie
berzeugende Wahrheit des Buches ... In dem groen
Vater-Sohn-Gesprch ... antwortet Konrad auf die Frage Nehers:
"Und was soll einer deiner Meinung nach tun, wenn nicht
seine Pflicht?" mit der schlichten Wendung: "Seinen
Verstand gebrauchen." Das klingt als bloe Formel wenig
verfhrerisch. Da diese Worte sich mit Inhalt fllen,
plausibel werden, ist das Verdienst des Erzhlers; er hat ein
wichtiges Stck Trauerarbeit geleistet."
(Albert von Schirnding: Sddeutsche Zeitung)

296 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag, DINA5
Erscheinungsjahr: 1991
Preis: 18.00 € inkl. MwSt und Versandkosten in Deutschland
(Versandkosten Ausland auf Anfrage)
ISBN: 3-89391-801-9

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